Wie entstehen Innovationen
für die Stadt von morgen?

Wie entstehen Innovationen
für die Stadt von morgen?
Gemeinsam im persönlichen Austausch
bieten wir dafür den kreativen Rahmen.

Martin Feldwieser

„Anfangs gibt es oftmals keine Vorstellung welche Herausforderungen man mit Hilfe der Digitalisierung meistern kann. Daher entwickeln wir im persönlichen Gespräch die Aufgabenstellungen, welche wir zusammen in Workshops bearbeiten können.“

Martin Feldwieser, Fraunhofer IAO

Warum Fragen
manchmal
wichtiger als
Antworten sind

Die Digitalisierung als Querschnittstechnologie erfordert oftmals eine neue Art des Denkens und der Zusammenarbeit. In interdisziplinären Teams werden im Prozess des Digital.Labors vor allem die Potentiale einer bereichsübergreifenden Zusammenarbeit auf Augenhöhe freigesetzt, um zu neuen Blickwinkeln und Lösungspfaden zu gelangen.

Warum die
besten Lösungen
im gemeinsamen
Machen entstehen

Durch das Trial-and-Error-Prinzip finden wir schnell praktische Ideen und können diese gemeinsam austesten. Im co-kreativen Prozess werden die Teilnehmer schnell mit neuen Technologien und Werkzeugen bekannt gemacht und schaffen so neue Prototypen und Lösungen. Dabei unterstützen die Expertinnen und Experten von Fraunhofer IAO durch gezielte Inputs und Demonstratoren.

Sven Funk

„Eine offene Diskussion ohne Berührungsängste ist uns das Wichtigste. Oft sind es Fehler oder unbedarfte Fragen, die uns Sachverhalte neu betrachten lassen und schlussendlich zu überraschenden Prototyp-Lösungen führen.“

Sven Funk, Fraunhofer IAO

Unsere Vorgehensweise

Themenfindung

Themenfindung

In Vorgesprächen werden Themen und Fragestellungen für die Partner identifiziert und mögliche Locations sowie Werkzeuge besprochen.

Konzeption

Konzeption

Durch den Einsatz von Kreativmethoden aus dem Bereich Design Thinking werden die Teilnehmer an neue Lösungskonzepte herangeführt.

Prototyping

Prototyping

Ob in unserem mobilen Labor oder unserem Makerspace: Wir kreieren mit den Teilnehmern innovative Modelle und Prototypen – sowohl analog als auch digital.

Verstetigung

Verstetigung

Wir helfen die entstandenen Ideen und Prototypen projektbasiert in die Praxis zu überführen und unterstützen die Partner bei Fördermittelanträgen.

Gemeinsame Themenfindung in Vorgesprächen

Vorgehensweise Themenfindung

In gemeinsamen Vorgesprächen werden in der Vorbereitung des Digital.Labors Themen und Fragestellungen für die Partner identifiziert und mögliche Locations sowie Werkzeuge besprochen. Die Auswahl einer guten Mischung von Teilnehmern, zum Beispiel bestehend aus Startups, der Stadtverwaltung, lokalen Vereinen und Machern der Region, erfolgt gemeinsam.

„Unserer Erfahrung nach ist die Frage, wie die Digitalisierung in Kommunen überhaupt umzusetzen ist, oftmals die größte Hürde. Wir unterstützen Sie gerne dabei mögliche Ansatzpunkte und Einsatzmöglichkeiten zu finden.“

Steffen Braun, Fraunhofer IAO

Unsere bisherigen Projekte

Erfahren Sie mehr über unsere bisherigen Projektlösungen

Ein Ziel des Digital.Labors in Konstanz bestand darin, den Bürgerinnen und Bürgern das Thema Datenerhebung zugänglicher zu machen und Bewusstsein sowie Transparenz zu schaffen. Mithilfe von verschiedenen Szenarien wurden städtische Herausforderungen, Risiken und Probleme herausgearbeitet, für die die Teilnehmenden anschließend unterschiedliche Lösungsansätze entwickelten. Um eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen, nutzten sie die erhobenen Daten und deren Darstellung über Dashboards als Lösungshilfe. Das Dashboard »Verkehr Konstanz« stellt mehrere zusammenhängende Themen dar:

  • Die Visualisierung des Verkehrs mit Daten von HERE, lokale Busrouten und Fahrradwege
  • Die Gegenüberstellung von Luftverschmutzung, welche mithilfe von Luftdaten.info gegenübergestellt
    wurden.

Letzteres wurde mit öffentlichen API Schnittstellen bewerkstelligt, um sowohl den Stadtverkehr selbst, als auch die Luftverschmutzung und die Luftqualität im Stadtverkehr zu erfassen und zu visualisieren. Zusätzlich wurden offene Daten der Stadt Konstanz in die Karte und das daraus resultierende Dashboard eingepflegt und aggregiert, um verschiedene Eigenschaften der Verkehrslandschaft in Konstanz darzustellen. Diese Features können beliebig auf der Karte im Dashboard aktiviert werden, um eventuelle Korrelationen aufzuzeigen.

LoRa-WAN-Netzwerke gelten als die neue Kommunikationsinfrastruktur für das Internet der Dinge (IoT). Auf Basis einer offenen IoT-Kommunikationsinfrastruktur können Kommunal- und Wirtschaftsakteure des Illertals befähigt werden, die intelligente Stadt von morgen zu gestalten. LoRa steht für Long Range und ist vereinfacht gesagt ein kostengünstiges und energiesparendes Funknetz, welches speziell für energieautarke Sensoranwendungen interessant ist. Diese Infrastruktur deckt mit nur wenigen Stationen, sogenannten Gateways, großflächige Teile des Illertals ab, um neue Sensoranwendungen mit lokalen Akteuren zu entwickeln und im Feld implementieren zu können. Zu diesem Zweck wurde innerhalb des Digital.Labors ein Sensorprototyp auf Basis der Komponenten des Sensorik-Moduls für den mobilen Einsatz konfiguriert. Der Prototyp auf LoRa-Basis ermöglicht es, Umweltdaten wie Feinstaub, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Lautstärke zu messen und in Verbindung mit den Bewegungsdaten auszuwerten. Die Bewegungsdaten von Fahrzeugen und Fahrrädern werden dabei durch eine Bluetooth-Detektion aufgenommen, mit der ungefähr 50 Prozent der Verkehrsteilnehmenden erfasst werden können. Dadurch lassen sich Aussagen zum Verkehrsfluss und dessen Einfluss auf Umweltemissionen ableiten.
Mit der im Marktvergleich kostengünstigen Sensorik und offenem LoRa-Netz wird das Internet der Dinge für die Bürgerschaft geöffnet. Interessierte können selbst Daten und Sensoren in das Netz einspeisen. Letztlich wird so ein dynamischer Prozess verstetigt, welcher den Nährboden für ein digitales und intelligentes Illertal bereitet.

Um Angebote von Gastronomie und Handel für Touristen und die Bürgerschaft sichtbar zu machen haben die Teilnehmenden innerhalb des Digital.Labors neue Methoden über Smartphones ausprobiert. Dafür kam die Technologie der Beacons zum Einsatz, die via Bluetooth Push-Nachrichten auf Smartphones in der Nähe senden kann, ohne dass vorher eine App installiert werden muss. Der erste Prototyp für ein solches Beacon wurde von einer zweiten Gruppe in einem exemplarischen Ortsschild verbaut. Dieses sendet nun einen kurzen Willkommensgruß, sobald der/die Smartphone-Nutzende an diesem vorbeiläuft. Mithilfe dieser Funktion können Stadtbesucherinnen und -besucher auf eine mobile Seite mit nützlichen Informationen weitergeleitet werden, z. B. über freie Parkplätze. Der erste Prototyp des »Quick Guide Bad Dürrheim« wurde direkt vor Ort entwickelt und bereits online gestellt. Mit einem einfachen Kacheldesign sind gleich auf der Startseite die vier Kernthemen zu finden: Parken, Gastronomie, Veranstaltungen und Einzelhandel.

Regelmäßig zu Unterrichtsbeginn und -ende kommt es an den Schulen in Tuttlingen zu problematischen Verkehrssituationen, die eine Gefahr für die Schulkinder darstellen. Verursacht werden diese Situationen durch Eltern, die ihren Nachwuchs mit dem Auto zur Schule bringen und dabei Halte- und Parkverbote missachten. Um für diese Gefahrensituation zu sensibilisieren und um auf das Fehlverhalten der Eltern aufmerksam zu machen, gestaltete eine Laborgruppe ein intelligentes Hinweisschild. Für die technische Umsetzung des Prototyps wurde das Schild mit einem Sensor ausgestattet, welcher erfasst, wenn sich ein Fahrzeug nicht an die geltenden Beschränkungen hält. Ist dies der Fall, dreht sich das Schild und zeigt dem Verantwortlichen einen eindrücklichen Warnhinweis. Steht keine falschparkende Person im Einzugsraum des Sensors, zeigt das Schild auf der Vorderseite den Zeitraum an, der seit dem letzten Verstoß vergangen ist. Auf diese Weise wird eine psychologische Barriere geschaffen, die Eltern davon abhalten soll, sich über die Halteverbote hinwegzusetzen.

Baden-Baden besitzt eine vielfältige Vereinslandschaft. Allerdings haben viele Bürgerinnen und Bürger nur wenige Berührungspunkte mit den unterschiedlichen Vereinen und ehrenamtlichen Institutionen. Um die Sichtbarkeit dieser Angebote in der Stadt zu erhöhen, erfanden die Teilnehmer einen »digitalen Fluss«, der sich neben der Oos durch Baden-Baden ziehen soll. Beim »digitalen Fluss« handelt es sich um einen Social-Media-Feed, der als Projektion oder auf Bildschirmen mit Gestensteuerung im öffentlichen Raum aktuelle Informationen und Veranstaltungshinweise aus den Instagram- oder Twitter-Kanälen der Vereine bereitstellt. Eine kunstvolle und öffentliche Installation des Flusses schafft Aufmerksamkeit, soll bei den Passanten und Passantinnen Baden-Badens die Neugier wecken und zu einer Beteiligung anregen. Die visuelle Darstellung und Positionierung sorgt für eine breite, altersunabhängige und einfache Zugänglichkeit der Informationen.

Mit dem Mobilitätsprojekt »Mitfahrbänkle« hat die Gemeinde Oberwolfach das Mobilitätsangebot zwischen den Teilorten bereits verbessert. Durch das Sitzen auf einer der roten Bänke entlang der Hauptstraße wird Autofahrenden der Wunsch signalisiert, in den nächsten Ort mitgenommen zu werden. In der Gruppe wurde die Problematik der späten Sichtbarkeit der Bänke für Autofahrende aufgegriffen. Die Teilnehmenden entwarfen daher einen Induktionssensor für die Bank, der Wartende erfasst und diese Information heranfahrenden Autos über eine Display-Anzeige am Straßenrand anzeigt. Somit erfährt ein bereits etabliertes und bewusst einfach gehaltenes Mobilitätsangebot durch den gezielten Einsatz von Sensorik eine Aufwertung und gewinnt an Attraktivität.

Unsere Partner und Kooperationen

Das Digital.Labor ist ein Kooperationsprojekt des IAO Fraunhofer Instituts und der Universität Stuttgarts

 
Partner Fraunhofer IAO
Partner Universität Stuttgart
Partner TinkerTank
Partner Baden-Württemberg
 
Partner Konstanz
Partner Baden Baden
Partner Gemeinde Oberwolfach
Partner Tuttlingen
Partner Bad Peterstal-Griesbach
Partner Bad Rippoldsau Schapbach
 
Partner Fraunhofer IAO
Partner Universität Stuttgart
Partner TinkerTank
Partner Baden-Württemberg